Dein Experten-Mindset: Was hindert dich daran, ein Experte zu sein?

Was bist du für potenziellen Kunden? „Nur“ ein beliebiger – im schlimmsten Fall austauschbarer – Anbieter oder doch ein Experte auf deinem Gebiet?

Und wie siehst du dich selbst? Traust du dich überhaupt als Experte zu bezeichnen? Oder bist du der Meinung, dass du dafür nicht genug drauf hast?

In diesem Artikel zeige ich dir, warum es so wichtig ist, dass du dich selbst als Experte siehst. Und auch entsprechend auftrittst und deinen Expertenstatus kommunizierst. Eben dein Ich-bin-eine-Expertin-oder-ein-Experte-Mindset entwickelst und stärkst!

Ich weiß, das kostet oft viel Überwindung. Aber keine Angst, mir ging es genauso. Aber dazu später mehr.

Warum solltest du dir aber einen entsprechenden Experten-Status – ein Experten-Mindset – aufbauen?

Die Qual der Wahl – oder auch nicht!

Stell dir einmal vor, du fährst mit deinem Auto auf der Landstraße. Die Sonne scheint warm in dein Gesicht und auf der Straße ist wenig los. Und im Radio läuft sogar dein Lieblingssong. Besser kann es gar nicht laufen, oder?

Plötzlich ein Rucken, ein Krachen . Und dann nichts mehr … dein Auto bleibt einfach stehen und rührt sich keinen Millimeter mehr. Du probierst nochmals zu starten. Aber nichts, das Auto bleibt stumm. Also Handy raus und eine Werkstätte in der Umgebung suchen.

Die erste und nähere Werkstätte die du findest, bietet Reparaturen für alles an, was fährt und vier Räder hat. Vom Rasenmäher über Autos bis zum Traktor. Alles wird alles repariert. Egal, einfach mal anrufen. Am anderen Ende der Leitung meldet sich ein unfreundlicher Herr. Er wird schauen was er machen kann und meldet sich wieder – und legt einfach auf.

Was sollst, es gibt ja noch eine weitere Werkstätte. Die ist zwar etwas weiter weg, ist aber auf deine Marke spezialisiert. Also noch ein Anruf. Eine freundliche Stimme begrüßt uns, stellt sich kurz vor und fragt genau nach, was das Problem ist. Und verspricht uns, in den nächsten fünf Minuten zurückzurufen.

Wenn wir jetzt in beiden Werkstätten einen Platz bekommen würden, für welche würdest du dich entscheiden?

Ich kann natürlich nur für mich sprechen. Ich würde mich für die zweiten Werkstätte entscheiden. Aber nicht nur, weil ich denke, dass ich dort besser aufgehoben bin. Weil ich irgendwann mal gehört habe, dass Fachwerkstätten einfach besser sind. Es ist nicht nur die Expertise. Sondern auch, weil mir die zweite Werkstätte viel sympathischer ist. Freundlicher.

Eine schnelle Entscheidung

Bevor ich mich für eine der beiden Fachwerkstätten entscheiden konnte, hat aber schon jemand anderes viel schneller entschieden.

Denn in Wirklichkeit entscheiden gar nicht wir. Also das, was wir als „wir selbst“, also unser bewusstes „Ich“ sehen. Vielmehr entscheidet unser Unterbewusstsein – sogar in bis zu 95% unserer Kaufentscheidungen! Unglaublich, oder?

Wer wirklich entscheidet

Das Unterbewusstsein ist höchst emotional – es zählt das, was wir fühlen. Also Vertrauen, Sympathie und Sicherheit. Durch den Expertenstatus, die Persönlichkeit und den Nutzen, der geboten wird.

Das Bewusstsein „darf“ dann auch irgendwann mal mitspielen und die Entscheidung nachträglich rational begründen. Dazu sind dann Expertise und Argumente gut.

Experten mit Persönlichkeit überzeugen

Was hat das jetzt mit unserem Experten-Mindset zu tun? Sehr viel! Denn die Fachwerkstätte tritt als Experte auf. Ist durch die Spezialisierung Experte. Und die Mitarbeiter zeigen Persönlichkeit. Genau das ist entscheidend, damit UNSERE potenziellen Kunden UNS vertrauen und bei uns kaufen!

Warum traust du dich nicht, dich als Experte zu sehen und zu bezeichnen?

Es gibt viele Gründe, warum wir uns nicht als Experten sehen. Warum wir uns nicht trauen, als Experte aufzutreten. Warum wir es uns gar nicht zutrauen.

Du kannst es dir vielleicht schon denken. Die meisten Gründe haben mit unserem Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen zu tun. Also dass wir uns der eigenen Stärken, Fähigkeiten und Expertise bewusst sind. Und auch darauf vertrauen. Uns selbst unser Vorhaben zutrauen.

Denn genau das ist überaus wichtig!

Wie willst du andere von dir überzeugen, wenn du nicht von dir selbst überzeugt bist? Wie sollen dich potenzielle Kunden als Expertin oder Experten wahrnehmen, wenn du dich selbst nicht als solche*r siehst? Und wie willst du für andere Wertvoll sein, wenn du dir deinen eigenen Wert nicht bewusst bist?

Viele Gründe – ich hatte sie alle!

Glaubst du mir, dass ich alle Gründe durch hatte, bevor ich mich traute, es auszusprechen? Bevor mir die Worte „Ich bin ein Experte für Marketing!“ über die Lippen gekommen sind?

Ich war wirklich frustriert. Andere, die viel weniger drauf hatten als ich, machten viel mehr draus. Obwohl, das bemerkte viel später. Erst, als ich mich näher mit ihnen beschäftigt hatte. Natürlich waren ein paar wirkliche Experten dabei. Der Großteil waren aber Schaumschläger und Möchtegern-Experten.

Und was habe ich gemacht?

Verstecke dich nicht hinter deinem Wissen!

Ich versteckte mich hinter meinem Wissen. Schrieb einen Blog-Artikel nach dem anderen. Und hoffte, dass das die Kunden schon überzeugen würde. Und sich die Kunden aus Interesse schon bei mir melden würden.

Fehlanzeige. Es passierte nichts. Gar nichts. Überhaupt nichts.

Denn potenzielle Kunden suchen nicht nach deinem Wissen. Sondern nach der Lösung ihres Problems! Und wer dieses Problem optimal lösen kann, der wird gebucht oder gekauft. Wenn er dann auch mit Fachwissen und Expertise überzeugen kann.

Das ist aber noch nicht einmal das größte Problem!

Ist dein Wissen groß genug?

Naja, für Blog-Artikel reichte mein Wissen ja. Aber für die Arbeit mit Kunden? Noch lange nicht! So zumindest meine Einschätzung.

Aber wann wissen wir wirklich genug?

Willst du die Antwort wirklich wissen? NIEMALS! Denn die Welt ist groß genug, dass immer irgendwo jemand etwas Neues zu deinem Thema zu sagen hat.

Und trotzdem glauben wir, zu wenig zu wissen. Zu wenig zu können. Vor allem, wenn wir uns mit anderen vergleichen.

Dabei ist die Sache ganz anders: Das, was für uns selbst gerade gut genug ist, ist für unsere Kunden PERFEKT! Weil wir genau das eine Problem lösen. Und nicht auch alle Eventualitäten und Möglichkeiten drum rum berücksichtigen. Das braucht es gar nicht.

Aber …

Nix aber.

Alles andere ist unnötiger Perfektionismus. Du kannst mir ruhig glauben, ich weiß, wovon ich rede. Ich musste mir sogar ein Hobby suchen, bei dem ich meinen Perfektionismus ausleben kann. Damit ich im Arbeitsalltag nicht (immer) diesen perfektionistischen Antrieb habe.

Zeige lieber, wie du das Problem löst!

Wissen können sich deine potenziellen Kunden überall holen. In den meisten Fällen sogar gratis bei Google, Wikipedia oder Youtube.

Darum wirst du mit deinem Wissen auch nicht überzeugen können. Die wichtigste Frage der Kunden ist: „Was ist für mich drin?“ Eigentlich fragen sich das unser Unterbewusstsein, wie wir schon gelernt haben. Wissen ist aber nicht greifbar.

Da ist die Lösung ihres Problems schon viel greifbarer! „Was ist für mich drin? Na die Lösung meines Problems!“

Zeige deinen potenziellen Kunden, welche Probleme du löst. Was sie davon haben und was dadurch noch möglich wird. Was sie durch die Lösung ihres Problems erreichen können. Und zeige ihnen die Umsetzung deines Wissens. Deinen ganz eigenen Zugang. Deinen individuellen Weg zur Lösung!

Die Sache mit der externen Referenz

Wann darfst du dich eigentlich Experte nennen? In vielen Bereichen ist es klar geregelt. Tischlermeister darfst du dich nur nennen, wenn du eine Meisterprüfung hast. Für den Doktor musst du lange studieren und zahlreiche Prüfungen ablegen.

Nur bei der Bezeichnung Experte ist das ganz anders.

Es steht nirgendwo geschrieben, ab wann du dich als Fachfrau oder Fachmann bezeichnen darfst. Und wann du zum Spezialisten befördert wirst. Oder gar in den Adelsstand eines Experten gehoben wirst.

DU selbst bestimmst, wie du dich siehst … doch das ist gar nicht so leicht! Denn viel zu oft machen wir unseren Expertenstatus von anderen abhängig. Von deren Status, Meinung oder einem schiefen Blick. Und wir beginnen zu zweifeln.

Zweifel

Kennst du das? Wenn du total motiviert bist und die ganze Welt mit deinem inneren Feuer für dein Thema begeistern könntest? Und plötzlich … weg. Keine Motivation. Kein Feuer. Nur ein kleiner Zweifel. Der immer größer wird, je mehr du dich mit ihm beschäftigst.

Die Sache mit dem „Weiß und kann ich überhaupt genug?“ ist nichts anderes als Zweifel!

Zweifel sind ganz normal und gehören einfach dazu. Nimm sie als Anlass, noch einmal alles kurz zu überdenken. Hast du an alles gedacht? Läuft alles so, wie es sein soll?

Und dann? Dann hörst du einfach auf, nachzudenken. Kurz nachdenken ist erlaubt. Die Sache zu „zerdenken“ aber nicht. Ich weiß, das ist gar nicht so leicht.

Mir hilft eine kleine Sanduhr mit zehn Minuten. Oder einfach ein entsprechender Timer am Handy. Die nächsten Minuten darfst du alles möglich und unmögliche denken. Zweifeln. Alles wieder überdenken. Und dann ist Schluss! Dann kümmerst du dich wieder um das, was am Plan oder deiner ToDo-Liste steht!

Meine eigene Ich-bin-ein-Experte-Erfahrung

Wie schon geschrieben, mir ging es genauso. Schon während meiner Abschlussarbeit wusste ich, dass ich in meiner ganzen Kombination aus Wissen, Erfahrung und Spezialisierung verdammt gut aufgestellt war. Auch wenn es großkotzig klingt – besser als so manch anderer. Und dennoch traute ich mich nicht, mich als Experte zu bezeichnen. Fehlendes Selbstbewusstsein. Angst. Zweifel.

Irgendwann bezeichnete ich mich dann als Fachmann für Marketing. Glaube mir, das war schon eine riesige Überwindung …

Mich als Experte zu bezeichnen, dauerte noch ein Weilchen – also bis ich mich traute, es auszusprechen. Und ist mit zwei Situationen verbunden.

Zum ersten fragten mich mal zwei echt supercoole Fotografen ob ich sie nicht bei ihrer Positionierung unterstützen könnte. „Na klar, kein Problem!“ war meine Antwort. Und dann fiel der Satz, der mich zum Nachdenken brachte: „Super, weil wir wollen nur mit Experten zusammenarbeiten, damit’s auch perfekt wird!“ Na bumm, die sehen mich als Experte. Wow.

Warum waren sie so überzeugt von mir? Weil ich meine Expertise, aber auch meine Persönlichkeit zeigte. In meinem Blog, auf Facebook und im persönlichen Gespräch. Also Sympathie und Wissen. Aber noch kein Experten-Mindset.

Da hatte ich wirklich Glück, dass andere schon mehr in mir sahen, als ich selbst. Und mir mehr zutrauten, als ich mir selbst zutraute.

Bei der zweiten Situation plauderte ich im Vorgespräch einfach aus dem Nähkästchen. Was sinnvoll wäre und was nicht. Und wie ich die Situation der Kundin wahrnehme. Sie kaufte zwar nicht – aber das war kein Problem. Vor allem, weil ich dann über eine Bekannte, die zuvor den Kontakt auch herstellte, ein wahnsinns Feedback bekam: „Der Thomas hat wirklich was drauf, was der alles weiß! An vieles hätte ich nie im Leben gedacht.“

Erst dadurch bekam ich das Selbstbewusstsein, mich überhaupt als Experte zu bezeichnen.

Fazit

Auch wenn es nicht immer leicht ist. Es ist verdammt wichtig, dass du als Experte auftrittst. Denn ansonst tut es jemand anderes!

Und hab‘ das Selbstvertrauen, dich als Experte zu bezeichnen. Vertraue auf dein Wissen und deine Expertise.

Stell dich einfach mal vor den Spiegel, schau dir in die Augen und sage: Du bist ein Experte – ICH bin ein Experte! Auch wenn das jetzt mal komisch klingt.

Mach’s gut, und vergiss nicht … DU bist eine Expertin bzw. ein Experte!

Dein Thomas

PS: Wenn du an deinen Fähigkeiten zweifelst, habe ich etwas für dich! Ich werde am Wochenende eine Mindset-Übung dazu posten. Interessiert? Dann komm einfach in meine Facebookgruppe „Marketing mit Persönlichkeit für stille Experten 💎“!

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