Marketing flexibel – warum du Plan, Köpfchen und Bauchgefühl brauchst (Folge 6)

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In dieser Folge erfährst du, warum du in deinem Marketing Plan und Köpfchen brauchst, um eben erfolgreich Marketing betreiben zu können.

Höre dir hier diese Podcastfolge an

Zwei verschiedene Marketing-Zugänge

Im Rahmen meiner langjährigen Tätigkeit als Marketing-Coach sehe ich immer wieder zwei Marketing-Zugänge.

Die einen analysieren und planen – und handeln dann entsprechend. Denn die Analysen und Planungen geben ihnen einen sicheren Handlungsrahmen.

Die anderen agieren ganz nach Bauchgefühl – was ihnen gerade passt und was es nach ihrem Gefühl gerade braucht. Einerseits weil sie das Gefühl haben, dass sie ein fester Plan einfach nur einengt. Andererseits, weil ihnen das Analysieren und Planen viel zu kompliziert und umständlich ist – und sie sich einfach in die Umsetzung stürzten.

Was glaubst du, welches Vorgehen verspricht mehr Erfolg?

Was es im Marketing wirklich braucht!

In Wirklichkeit ist keine der beiden Richtungen erfolgsversprechend. Denn es braucht genau den Mittelweg. Also Marketing mit Plan und das flexible Handeln in einem gewissen Rahmen.

So wie bei der Fahrt in den Urlaub. Natürlich ist es sinnvoll, immer in Richtung Zielort zu fahren und auf der geplanten Route zu bleiben. Schließlich ist diese die schnellste oder kürzeste Route zum Ziel. Es bringt aber auch nichts, stur auf dieser Route zu bleiben, wenn auf dieser ein großer Stau ist oder sie gar durch eine Baustelle gesperrt ist. Da ist eine spontane Umleitung bzw. die Umfahrung dieser Störungen doch sinnvoller. Und bei nächster Gelegenheit geht es wieder zurück auf die geplante Route.

Bevor wir uns anschauen, wie du genau das umsetzen kannst, werfen wir noch einen Blick auf die Nachteile und negativen Folgen beider Wege. Damit du einen tieferen Einblick in die beiden Richtungen bekommst.

Nachteile des analytischen Marketings

Beginnen wir beim analytischen Marketing – also Marketing mit Analysen und Planungen. Hier gibt es zwei große Nachteile. Die wichtigsten Informationen kommen dabei aus Marktanalysen und Kundenbefragungen. Diese Marktanalysen spiegeln nie wirklich die aktuelle Situation wider. Sondern das, was in der Vergangenheit passiert ist. Wobei Vergangenheit natürlich relativ ist … es kommt ganz auf den Erhebungszeitraum der Analysen an.

Um jetzt Aussagen und Entscheidungen für die Zukunft treffen zu können, musst du auch wissen, was diese Zahlen bedeuten und sie entsprechend interpretieren können. Deine Zahlen alleine bringen aber recht wenig. Denn du musst sie immer in Relation zu anderen Zahlen setzen. Einerseits im Vergleich zu vergangen Perioden oder Geschäftsjahren. Um eine Entwicklung ablesen zu können. Und andererseits zum Markt. Nur so kannst du mögliche Trends und Entwicklungen erkennen oder beurteilen. Und wie gut du die vorherrschenden Potenziale für dich nutzt.

Und Kundenbefragungen? Auf die kannst du dich wenigstens verlassen, denn es ist ja genau das, was die Kunden sagen. Leider ist es nicht so. Denn diese Antworten sind kognitiv und ganz bewusst. Auf den ersten Blick ja nicht schlimm, oder? Das Problem ist aber, dass uns die Gehirnforschung gezeigt hat, dass Kaufentscheidungen zu 90-95% von unserem Unterbewusstsein getroffen werden. Und dabei geht es weniger um rationale Argumente oder Überlegungen. Sondern um tiefere Kaufmotive und Emotionen.

Warum kaufen Menschen teure Uhren? Wenn du Folge zum Thema „warum Social Media und Website kein guter Start ist“ angehört hast, weißt du schon die richtige Antwort.

Denn eigentlich würde eine billige Uhr ja auch ausreichen um zu wissen, wie spät es ist. Und trotzdem werden teure Uhren gekauft. Aber es sind nicht die besseren Funktionen, die hochwertige Verarbeitung oder die mögliche Wertanlage. Natürlich ist das auch wichtig und ein rationales Kaufargument – denn unser Bewusstsein will ja bei der Kaufentscheidung auch mitspielen. Viel mehr jedoch kaufen sich die Kunden damit aber Aufmerksamkeit, Status und Anerkennung! Und genau das sind die tieferen Kaufmotive, auf die unser Unterbewusstsein anspringt.

Diese unbewussten Kaufmotive sind meist aber nicht offensichtlich – darum auch unbewusst. Und genau darum sollten Kundenbefragungen auch immer tiefer gehen und die Antworten der Menschen hinterfragt werden.

Soweit zu den Analysen. Aber auch die Planung hat so ihre Tücken. Denn wenn du blind deinem Plan folgst, kannst du auf mögliche Chancen und Risiken nur schwer reagieren. Weil du voll auf Schiene bist und diese oft auch gar nicht wahrnimmst.

Nachteile des intuitiven Marketings

Und das Gegenteil – Marketing aus dem Bauch heraus? Nur das tun, was einem selbt gefällt und was gerade passt? Auf den ersten Blick mag dieses intuitive Marketing flexibler und besser sein. Aber du läufst schnell Gefahr, dich in dieser Flexibilität zu verirren. Und vor lauter Reagieren nicht wirklich weiter zu kommen.

Wichtigster Punkt ist aber, dass es im Marketing nicht darauf ankommt, was dir gefällt und womit du dich wohl fühlst. Ganz klar, es muss für dich passen, sonst wird es schnell unauthentisch. Aber es muss auch für deine Zielgruppe passen. Du kannst die schönsten Instagram-Posts haben – weil es dir gefällt und du dich auf Instagram so richtig wohl fühlst. Wenn deine Zielgruppe aber nicht dort sondern auf LinkedIn ist, ist alles umsonst.

Und ohne Analysen und Planungen wirst du auch immer nur auf die aktuelle Situation reagieren. Und tun und machen, wie es dir gerade passt. Du weißt aber nicht, was wirklich zielführend ist, weil du die entsprechenden Zahlen nicht kennst. Und wie soll es zielführend sein, wenn du dir überhaupt keine Ziele gesetzt hast?

Also bei beiden keine wirklich super Aussichten, oder?

So funktioniert flexibles Marketing

Und genau darum braucht es schlaues Marketing – also Marketing mit Plan, Köpfchen und Bauchgefühl.

Also dass du regelmäßig die aktuelle Situation betrachtest. Damit du weißt, was wirklich Sache ist. Nur so kannst du dir auch einen wirkungsvollen Plan zurecht legen, wie du vom heute zu deinen gesetzten Zielen kommst. Also Plan und Köpfchen.

Dein Köpfchen – und Bauchgefühl – brauchst du, wenn du auf aktuelle Gegebenheiten flexibel und zielgerichtet reagieren möchtest – ist es sinnvoll und zielführend?

Das Bauchgefühl – und natürlich auch das Köpfchen – sind bei allen Entscheidungen wichtig: Fühlt es sich stimmig an oder hast du ein komisches oder ungutes Gefühl bei der Sache? Ist es zwar klug und logisch, widerspricht aber deinen Werten oder deiner Persönlichkeit? Nur mit beiden Blickwinkeln kannst du auch wirklich gute Entscheidungen treffen.

Zudem ist das Bauchgefühl ein guter Indikator dafür, was die Zielgruppe gerade braucht. Weitermachen nach Plan? Oder braucht es eben aktuell etwas ganz anderes? Und es ist sinnvoller – und im Endeffekt auch wieder zielführender – wenn du deinen geplanten Weg verlässt und später wieder „nach Plan“ arbeitest?

Fazit

Wenn du gleichermaßen zielorientiert UND flexibel arbeitest, hast du immer dein großes Ziel und die Planung deiner Maßnahmen im Auge – und weißt durch die Analysen, was Sache ist und wo du gerade stehst. Und du kannst gleichzeitig auf aktuelle Entwicklungen und Situationen eingehen.

Wenn du mehr über das Thema flexibles Marketing wissen möchtest, habe ich in einer der nächsten Folgen ein spannendes Interview mit Alexander Huber zu diesem Thema geführt.

Wie ist das bei dir? Wie viel analysierst und planst du? Und wie stark hörst du bei der Umsetzung auf dein Bauchgefühl?

Tschüss, bis zum nächsten Mal, dein Thomas

 

 

Weiterführende Links:
Blogartikel: Marketing ganz einfach – mit Plan, Köpfchen und Bauchgefühl

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Thomas Sommer
Als Marketing-Experte und Mindset-Coach begleite ich Menschen auf dem Weg zu einfach verständlichem und leicht umsetzbarem Marketing – individuell und authentisch. Denn du musst dich nicht verstellen und laut sein, um wahrgenommen zu werden!

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