So geht dein Marketing leichter – warum es im Marketing Hirn, Herz und (Bauch-)Gefühl braucht!

Ist dir Marketing auch zu kompliziert und zu kopflastig? Mit all diesen Analysen, Zielgruppen-Definitionen, Strategien und Sales-Funnel?

Wie schön wäre doch Marketing, das „einfach so“ funktioniert! Nur mehr das zu tun, was dir liegt und nichts zu müssen. Und anstatt verkaufen müssen einfach du selbst sein können.

Das klingt doch verführerisch, oder? Zumindest verspricht das „intuitives Marketing“.

Was genau dahinter steht und warum intuitives Marketing auch keine Ideallösung ist, erfährst du in diesem Artikel. Und auch, warum Erfolgsversprechen und Standard-Lösungen nicht funktionieren können – und wie du dir dein Marketing einfach machen kannst.

Von meinen Kund*innen höre ich immer wieder, dass Marketing viel zu kompliziert ist. Viel zu kopflastig und analytisch. Und mit den ganzen Strategien und Konzepten viel zu starr. Wie schön wäre es doch, wenn es einfacher ginge.

Intuitives Marketing verspricht genau das: Einfaches Marketing ganz ohne Analysen und Strategien. Einfach so aus dem Bauch heraus.

Durch mein Studium komme ich zwar aus dem klassischen Marketing, ich bin aber für alles offen. Darum integriere ich auch die Erfahrungen aus meiner Coaching-Ausbildung in meine täglichen Arbeit mit meinen Kunden. Marketing-Coaching im doppelten Sinn. Dazu später noch ein wenig mehr.

Zuerst wollte ich einmal wissen, was wirklich hinter „intuitivem Marketing“ steht. Und ich wollte wissen, wo die Unterschiede zum klassischen Marketing sind. Du auch? Dann lass uns loslegen!

Zwei Richtungen – zwei Zugänge

Beginnen wir mit dem Marketing, das wir aus Fachliteratur, Seminaren und Studium kennen.

Was ist der klassische, analytische Marketing-Ansatz?

Klassisches Marketing wird häufig mit Analysen und Strategien gleichgesetzt. Das stimmt auch. Zumindest zum größten Teil. Denn wir planen Marketing-Maßnahmen meist auf Basis von Analysen und Befragungen. Und leiten diese Maßnahmen auch gleichzeitig von bewährten Strategien ab. Also Maßnahmen wie die Positionierung, die Produktentwicklung, das Personal Branding oder die Kommunikation mit deinen Zielkunden.

Die Hürden des klassischen Marketing-Ansatzes

Hier liegt auch das größte Problem! Die Ergebnisse von Analysen sind Zahlen, Daten und Fakten. Und Kundenbefragungen basieren auf kognitiven Antworten.

Heute wissen wir, dass unser Unterbewusstsein den größten Teil unserer (Kauf-)Entscheidungen trifft – über 90 Prozent davon. Das Unterbewusstsein fängt aber wenig mit diesen Zahlen, Daten und Fakten an. Vielmehr ist es höchst emotional … unser Unterbewusstsein braucht Gefühle und den Faktor Mensch!

Aus diesem Grund sind auch Kundenbefragungen unter bestimmten Aspekten nicht aussagekräftig. Denn was unser Gehirn – unser Bewusstsein – antwortet und wie sich Kunden tatsächlich entscheiden unterscheidet sich oft. Beispiel gefällig?

Ein Hersteller von Kaffeemaschinen befragte seine Kunden, welche Farbe außerhalb des regulären Sortiments sie gerne möchten. Zahlreiche Kunden beteiligten sich an der Umfrage. Kannst du dir vorstellen, wie die Sache ausging? Die neue Kaffeemaschinen-Farbe blieb ein Ladenhüter. Die Farbe gefiel den Kunden zwar, jedoch weckte sie keine Emotionen. Oder anders ausgedrückt: Sie mochten die Farbe – wollten sie aber nicht. Klare Sache von Kopf vs. Herz und Bauch!

Neuromarketing und Werbepsychologie schließen diese Lücke und sind mittlerweile fester Marketing-Bestandteil.

Was ist intuitives Marketing?

Für viele, denen das alles viel zu kopflastig und kompliziert ist, klingt intuitives Marketing nach einem verführerischen Weg. Keine Strategien und „wenn-du-es-genau-so-machst-wirst-du-erfolgreich-sein-Lösungen“. Nur das tun, was das Bauchgefühl sagt. Erlaubt ist, was Spaß macht und wonach dir gerade ist. Passt etwas nicht, dann mache es auch nicht.

Die Hürden von intuitivem Marketing

Genau das ist auch das große Problem dabei! Natürlich bringt es nichts, etwas mit Druck und Zwang zu machen. Es wird wenig zielführend sein. Und auch deine Kunden werden merken, dass du dich damit nicht wohlfühlst und es aufgesetzt wirkt. Und du somit nicht authentisch bist! (Anmerkung: Spätestens mit Neuromarketing oder Personal Branding gehört das Thema „Authentizität“ auch zum klassischen Marketing.)

Doch Entscheidungen aus dem Bauch herausohne solide Basis (wie Marktanalysen, Positionierung, Personal Branding) – sind reinstes Glücksspiel!

Stell dir vor, du nutzt Instagram für dein Business. Einfach, weil du schon so lange dabei bist und du dich damit am wohlsten fühlst. Für dich die perfekte Entscheidung! Doch wirst du damit auch erfolgreich sein? Vielleicht! Ganz sicher weißt du es erst, wenn du analysierst, wo deine Zielgruppe unterwegs ist. Und was sie von dir sehen wollen. Ohne Analysen und Strategien geht es einfach nicht!

Welche Marketing-Richtung ist die richtige?

Es gibt aber nicht nur A oder B. So auch in diesem Fall. Keine der beiden Marketing-Richtungen ist „richtig“. Denn jede hat Vor- und Nachteile. Was nun – eine dritte Lösung?

Was ich aus der Zeit im Rettungsdienst lernte

Ich war nicht nur über 15 Jahre ehrenamtlich als Sanitäter und Einsatzfahrer im Rettungsdienst tätig. Ich durfte in dieser Zeit auch zahlreiche neue Kolleg*innen im Rettungsdienst als Praxisanleiter begleiten.

Du fragst dich vielleicht, was das mit (deinem) Marketing zu tun hat? Du wirst es gleich erfahren!

Natürlich stand vor der Praxis einmal die Theorie. Und dabei lernten die angehenden Sanitäter*Innen nicht nur, wie sie die unterschiedlichen Diagnose-Geräte einsetzen. Sondern auch, welche Werte „normal“ sind. Und bei welchen Werten wie Blutdruck, Puls oder Sauerstoffsättigung Lebensgefahr besteht.

So war es dann auch nicht verwunderlich, dass sich die jungen Sanitäter*innen auf diese Diagnose-Werte fokussierten. Weil es ihnen Sicherheit gab. Jedoch eine trügerische Sicherheit. Denn wichen diese Werte von der Norm ab, war Panik angesagt. Unser Hinweis war dann immer, sich einmal den Patienten anzuschauen. Ging es dem Patienten augenscheinlich gut, war die Situation schon viel weniger bedrohlich. Doch diesen Blick vergaßen die „Frischlinge“ leider viel zu oft…

Wir erfahrenen Sanitäter hingegen konnten die Situation oft mit wenigen Blicken auf den Patienten einschätzen. Doch ohne tiefergehende Diagnose waren auch wir „hilflos“. Schließlich konnten wir ja nicht in den Patienten hineinschauen. Und nur weil der Patient „gesund“ wirkte, hieß es noch lange nicht, dass es auch wirklich so war. Im schlimmsten Fall wirkte der Patient gesund und konnte gleichzeitig lachen und innerlich verbluten.

Auf die Mischung kommt es an – das ist schlaues Marketing!

Ich weiß, das ist ein ziemlich drastisches Beispiel – so dramatisch wird es in deinem Marketing nicht sein. Aber ich möchte dir verdeutlichen, dass du BEIDE Aspekte für dein Marketing brauchst, um mit deinem Business zu „überleben“!

Also das klassische Marketing mit allen Analysen, Strategien und bewährten Konzepten. UND das intuitive Marketing mit dem Gefühl für deine Kunden. Sowie mit Bauchgefühl und Hausverstand.

Was bringt es dir und deiner Zielgruppe, wenn du dich strikt an deinen Redaktionsplan oder Marktanalysen hältst? Vor allem, wenn deine Community aktuell etwas ganz anderes brauchen würde … höre (wieder) mehr auf dein Bauchgefühl und deine Erfahrung! Und vertraue dir!

Das ist auch, was ich unter schlauem Marketing verstehe – die optimale Mischung aus allen Marketing-Bereichen … inklusive deinem Mindset!

Mach’s dir leicht!

Durch die unüberschaubaren Versprechungen, Erfolgsbeispiele und den Druck von Außen wird Marketing immer „kopflastiger“. Und anstatt individuell auf ihre Kunden einzugehen, stülpen viele „Marketing-Experten“ ihre mehr oder weniger bewährte Marketing-Lösung all ihren Kunden über.

Dadurch glauben viele Selbstständige und Unternehmer*innen – und vielleicht auch du –, dass eben nur dieser „eine“ Weg dieses einen „Experten“ funktioniert … was aber nur selten der Fall ist. Denn jedes Business ist im Detail anders und die Standard-Konzepte lösen nicht das ganze Marketing-Problem – wenn sie überhaupt dein Problem lösen.

In den Vorgesprächen mit meinen Kund*innen höre ich immer wieder, dass sie noch diesen und jenen Kurs machen möchten, damit auch was-auch-immer umsetzen können. Schließlich muss man „das“ ja machen.Nein, musst du nicht.  Was du SOLLST erfährst du erst, wenn du dich mit deinen Marketing-Basics beschäftigt hast. Vielleicht ist ja der geplante Instagram-Kurs für bessere Instagram-Posts gar nicht der richtige. Weil deine Zielgruppe auf LinkedIn aktiv ist.

Und so hangeln sie sich dann von einem „Experten“ zum nächsten. Und verzweifeln vor den fast schon unendlichen Möglichkeiten und der scheinbaren Kompliziertheit von Marketing.

Aus Angst etwas falsch zu machen – vor allem aber aus Überforderung –, vertrauen viele Selbstständige und Unternehmer*innen dann auch nicht mehr ihrem Bauchgefühl. Sie verfallen in eine Art von „Marketing-Schock-Starre„. Oder flüchten sich ein blinden Marketing-Aktionismus – ohne jegliche Chancen auf Erfolg.

Die Marketing-Basics als Starthilfe und Orientierungs-Rahmen

Es ist ein Irrglaube, dass dich Strategien und Konzepte einschränken. Vielmehr geben sie dir einen Handlungsrahmen in dem du frei agieren kannst. Und dir nicht über diesen hinaus Gedanken machen brauchst.

Die Zielgruppe ist nicht auf Instagram? Warum dich also damit beschäftigen? Das erfährst du aber erst, wenn du dich mit deiner Zielgruppe beschäftigt hast!

Keine Ahnung was du posten sollst? Welchen Blogartikel du verfassen sollst? Viel leichter geht es, wenn du eine Content-Mindmap und einen Redaktionsplan zur Orientierung hast. Diesen kannst du aber nur befüllen, wenn du weißt, was deine Zielgruppe von dir hören bzw. lesen möchte. Und wenn du weißt, dass es deiner Expertise und Business-Ausrichtung entspricht.

Keine Idee, wie du dein Produkt-Sortiment bzw. deinen Funnel aufbauen kannst? Mit dem Wissen darüber, was deine Zielgruppe braucht und was deine Kern-Kompetenz ist, geht es viel leichter.

Du bist dir unsicher, welches Design für Posts du wählen sollst? Mit deiner Persönlichkeit und deinem Corporate Design kannst du ganz einfach auswählen, was zu dir passt.

Du siehst, wenn du diese Grundlagen bestimmst und definierst, hast du einen klaren Handlungsrahmen. Wie die Route auf einer Karte – egal ob zum Wandern oder für die Fahrt in den Urlaub. Die Richtung ist vorgegeben. Ob du dich aber strikt an die Route hältst oder mal einen anderen Weg einschlägst, bleibt dir überlassen. Wichtig ist, dass du dein Ziel erreichst!

Fazit

Folge nicht blind einer Marketing-Richtung, nur weil irgendein Experte es vormacht. Egal ob Social Media, Blog, Podcast oder was es noch so gibt. Sondern vertraue auf dein Bauchgefühl, ob es für dich und deine Zielgruppe passt.

Verliere aber auch nicht die Realität aus den Augen und vertraue auf die Ergebnisse von Markt-Analysen und bewährten Strategien.

Denn nur mit der „gesunden Marketing-Mischung“ aus Hirn, Herz und (Bauch-)Gefühl wirst du erfolgreich – das ist schlaues Marketing! Und so wird Marketing auch wieder einfacher und verständlicher.

Mach dir dein Marketing leichter,

Dein Thomas

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So schaffen wir mehr Persönlichkeit in deinem Marketing!

Positionierung

Mit deiner Positionierung bestimmen wir nicht nur dein Angebot (Produkt oder Dienstleistung) und die dazugehörigen Preise, sondern auch dein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal.

Damit du dich optimal von den anderen Unternehmen am Markt (Mitbewerbern) abheben kannst.

Personal Branding

Mit deinem Personal Branding zeigst du dich deinen Kunden. Du als Mensch rückst mit deiner Persönlichkeit und deinen Werten in den Vordergrund. Und nicht irgendeine unpersönliche Marke.

Damit du von deinen Kunden als einzigartige und authentische Persönlichkeit wahrgenommen wirst.

Kommunikation

Mit deiner Kommunikation „erzählst“ du deinen Zielkunden von deiner Positionierung und deinem Personal Branding – auf genau den Kanälen, die auch deine Zielkunden verwenden.

Damit deine Botschaft und Kommunikationsinhalte genau bei deinen Zielkunden ankommen.

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