11 Gründe, warum Motivation alleine für deine Selbstständigkeit zu wenig ist

Da sind sie, meine Motivation und meine neuen Laufschuhe, und jetzt?

Egal ob du dich selbstständig machen oder dein Leben im Kleinen mit neuen Gewohnheiten ändern willst – Motivation alleine reicht nicht. So hart es jetzt klingt, dein Vorhaben wird früher oder später scheitern.

Denn neben einem motivierten Start braucht es noch mehr, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

Was genau – damit du deine Selbstständigkeit und Vorsätze erfolgreich in die Tat umsetzt – erfährst du in diesem Artikel.

Ich kann mich noch gut an mein Vorhaben erinnern, mit dem Laufen zu beginnen. Schon am nächsten Tag war ich im Sportgeschäft und hab‘ mir verdammt teure Laufschuhe gekauft.

Motivation? Check!
Laufschuhe? Check!

Und jetzt?

Von Wünschen zu konkreten Plänen zum Tun

Klar, ich wollte laufen. Aber wann? Und welche Strecke?

Also überlegte ich, welche Route wohl die beste wäre. Auf der ich nicht immer auf der Straße laufen und Autos ausweichen müsste.

Die nächste Frage war, wann ich überhaupt laufen wollte. Schließlich saß ich den ganzen Tag im Büro und nach dem Heimkommen war Entspannung angesagt. Laufen? Das war keine Entspannung.

Erkennst du die erste Falle?

Du hast zwar den Wunsch, etwas in deinem Leben zu verändern oder dich sogar selbstständig zu machen. Aber ohne einem klaren Ziel und konkreten Plänen, wann du was bis wann machst, bleibt es nur ein Wunsch.

Grund 1: Motivation ja, aber du hast keine Ziele und Pläne!

Ziele sind nichts anderes als Wünsche mit Termin. Und die Pläne sind die Maßnahmen, wie du dort hinkommst.

Schnapp dir ein Blatt Papier auf und beschreibe ganz klar deine Ziele, also was du erreichen möchtest. So genau wie möglich. Und wie du dich dabei fühlen wirst.

Wenn du damit fertig bist, bestimmst du auch gleich, wann du was machen wirst. Am besten planst du deine Maßnahmen mit einem Kalender. Was ist alles zu tun? In welcher Reihenfolge? Und vor allem wann?

Und du bestimmst die Zeiten, in denen du an der Umsetzung und Realisierung deines Zieles arbeitest. Nicht irgendwann, wenn du Zeit hast. Sondern setz dir fixe Zeiten und Termine!

Mein Ziel mit dem Laufen war, dass ich meine kleinen Speckröllchen um den Bauch nicht mehr haben wollte. Das klang nach einem Ziel. Aber klang es auch positiv?

Grund 2: Das Ziel ist nicht positiv formuliert!

Klar, du weißt, was du nicht mehr möchtest … genau das soll sich ändern. Aber was möchtest du stattdessen? Wohin soll die Reise gehen? Was soll das positive Ergebnis sein?

Meine Speckröllchen nervten mich zwar, aber so richtig motivierte mich das dann auch wieder nicht. Wie wäre es mit einem gesunden Leben bis ins Alter? Schließlich sah ich im Rettungsdienst zur Genüge, was passiert, wenn der Kreislauf nicht mehr will.

Also: Warum will ich laufen? Weil ich keine Speckröllchen mehr haben und stattdessen fit und gesund sein wollte. Na, wie klingt das?

Mit all den positiv formulierten Zielen und Plänen fehlt aber noch was. Das grundlegende der ganzen Sache. Kannst du dir denken, was es ist?

Grund 3: Du kommst nicht ins Tun!

Genau, wir müssen auch aktiv werden und losstarten! Denn sonst bleibt es einfach nur ein Traum oder Vorhaben.

Also schau auf deinen Plan und beginne damit, dein neues Leben umzusetzen!

Erreichbare Ziele statt unerreichbaren Träumen

Das war es dann auch, was ich tat – raus auf die Straße und los geht’s! Naja, doch nicht so ganz … meine Motivation war um einiges größer als meine Kondition.
Auch wenn ich es mir nicht eingestehen wollte, ich musste langsam machen und in meinem Tempo laufen. Egal wie schnell die anderen liefen.

Grund 4: Du hast dir zu viel vorgenommen!

Also langsamer und kürzere Strecken. Dafür regelmäßig und in kürzeren Abständen laufen. Als untrainierter Coach-Potatoe werden ich wohl keinen Marathon laufen können. Aber das wollte ich auch gar nicht.

Trotzdem setzte ich mir meine Ziele zu hoch. Natürlich sollen Ziele eine Herausforderung sein. Aber das, was ich mir vorgenommen hatte, war unerreichbar.

So ist es auch bei deinen Vorhaben – oder sogar deinem Weg in die Selbstständigkeit: Dein Ziel darf und soll groß sein! Schließlich wollen wir uns ja nicht mit dem Mittelmaß zufrieden geben. Wir verdienen das „ganze Ergebnis“ – und nicht nur einen Teil davon!

Du musst das Ziel aber auch erreichen können!

Mein Tipp: Überlege, was für dich realistisch ist … und dann setz‘ noch ein klein wenig drauf!

Durchhalten und in kleinen Schritten zum Ziel

Was hieß das für mich und mein Vorhaben? Ob ich wollte oder nicht, ich musste langsam und mit kürzeren Strecken beginnen. Ein Stückchen laufen, dann etwas gehen und dann wieder laufen. Auch wenn es anstrengend und zermürbend war.

Grund 5: Du gibst zu früh auf!

Ich hatte mir vorgestellt, wie ich meine Traumstrecke ganz entspannt laufe. Und stattdessen schnaufe ich durch die Gegend, mein Herz schlägt bis zum Hals und von Entspannung keine Spur.

Vor allem die Anfangszeit ist nicht immer leicht und manchmal folgt auch eine Hürde der nächsten. Und auch im Alltag kann es immer wieder zu solchen Situationen kommen. Situationen, die dich zurück werfen oder niederschmettern. Die dich zweifeln lassen.

Wichtig ist, dass du durchhältst. Und wenn es besonders hart kommt, auch durchbeißt. Bleib dran, du schaffst das!

Weißt du, was mir dabei hilft?

Grund 6: Du setzt dir keine Zwischenziele – und feierst sie nicht

Es gab immer wieder Momente, in denen ich einfach aufhören wollte. In denen ich glaubte, jetzt ist es aus.

In solchen Momenten setzte ich mir die nächste Kreuzung oder den nächsten markanten Wegpunkt als Zwischenziel. Noch bis dorthin durchbeißen. Und dann kurz pausieren.

Hatte ich diesen Punkt dann erreicht, machte ich oft gar keine Pause, sondern setzte mir gleich das nächste Zwischenziel. Ich war stolz, dass ich das kleine Ziel erreichte und weitermachte.

Genau darum sind Zwischenziele so wichtig!

Weil sie uns zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dabei auch Erfolge haben. Wir sind jetzt schon erfolgreich … und nicht erst dann, wenn wir das große Ziel erreichen.

Und ja, auch diese Zwischenziele gehören gefeiert!

Was bedeutet das für dich? Schnapp dir nochmal deinen Kalender und brich dein großes Ziel, auf mehrere Teilziele herunter. Und notiere dir auch, wie du dich bei jedem dieser kleinen Ziele selbst belohnst. So hast du gleichzeitig was, worauf du dich freuen kannst, wenn du zwischendurch wieder mal durchhängst.

Die Sache mit der Eigenverantwortung

Eine Freundin schlug mir vor, doch gemeinsam laufen zu gehen. Ja klar, ich war über das Angebot total begeistert. Schließlich war sie viel trainierter als ich und müsste beim gemeinsamen Laufen zurückstecken.

So wartete ich auf ihren Anruf, wann wir endlich zusammen trainieren würden. Und wartete. Und wartete.

Grund 7: Du wartest auf andere und machst dich von ihnen abhängig!

Irgendwann war mir das Warten zu bunt und ich rief sie an. Kannst du dir vorstellen, was sie in diesem Gespräch sagte: „Na endlich, ich dachte, du meldest dich gar nicht mehr!“

Wenn du auf andere wartest, machst du dich von ihnen abhängig, weil du die Verantwortung abgibst. Dabei bist du für dich, dein Leben und deinen Weg selbst verantwortlich!

Darum musst du die Entscheidung treffen, was du wann wie machen willst. Andere können dich „nur“ unterstützen. Du musst entscheiden und (pro)aktiv sein!

Grund 8: Du lässt dich ablenken!

Eine andere Form der Eigenverantwortung ist, wie du auf deine Gedanken oder äußere Reize reagierst.

Eine kleine Pause auf der Coach und dabei die Lieblingsserie schauen, das wäre schon was oder? Und dann? Naja, das Fenster sieht auch recht schmutzig aus. Das machen wir auch noch schnell …

Viel zu oft lassen wir uns von unseren Gedanken ablenken. Oder schieben andere Aufgaben vor. Vor allem, wenn die aktuelle Tätigkeit nicht ganz so lustig, spannend, leicht usw. ist.

Was braucht es in solchen Momenten? Fokus! Schieb diese Gedanken zur Seite und bleibt dabei.

Mein Tipp: Kauf dir eine kleine 10-Minuten-Sanduhr. Und wenn du wieder mal den Gedanken hast, etwas anderes zu tun hast, drehst du die Uhr um. Die nächsten 10 Minuten bleibst du bei der Arbeit, kann kannst du das tun, was auch immer du glaubst. In den meisten Fällen ist der Gedanke nach den 10 Minuten Dranbleiben auch schon wieder vergessen.

Scheitern erlaubt: Warum Rückschläge dazu gehören

Wie schon angesprochen, lief nicht immer alles glatt … mal hatte ich bessere und mal schlechtere Tage.

Rückschläge und manchmal sogar auch scheitern gehört dazu!

Grund 9: Du erlaubst dir keine Rückschlägen

Erlaube dir, auch mal unperfekt zu sein oder zu scheitern. Das bedeutet noch lange nicht, dass alles umsonst ist und du dein Ziel nie erreichen wirst.

Es zeigt dir lediglich, dass du noch nicht so weit bist. NOCH! Oder du etwas an der Umsetzung verändern solltest.

Frage dich, was du aus der Situation mitnehmen kannst! Und wofür das eine Chance sein kann!

Gewusst wie statt blindem Aktionismus

In manchen Situationen brauchen wir Unterstützung von anderen, damit wir weiter kommen und nicht sinnlos unsere Zeit verschwenden. Oder sogar mit blindem Aktionismus in die falsche Richtung gehen.

Grund 10: Du handelst ohne Wissen und Umsetzungsknowhow

Es gibt zwei Typen von Menschen: Die einen, die ohne lange zu überlegen einfach loslegen und machen. Und die anderen, die zuvor Wissen aufsaugen, lernen und alles ganz genau planen.

Wie so oft ist auch hier der Mittelweg die beste Entscheidung. Mit dem richtigen Know-how und Wissen geht vieles einfacher. Und du weißt ganz genau, wann was zu tun ist.

Du musst aber auch einschätzen können, wann du genug weißt und es Zeit ist, in die Umsetzung zu gehen.

Lernen, umsetzen und reflektieren – (d)ein ständiger Kreislauf!

Es geht dabei aber nicht darum, dass du über die Sache zu wenig weißt. Oder du zu wenig kannst. Vielmehr geht es darum, WIE du dein Ziel erreichst – also die Umsetzung!

Willst du es wirklich?

Manchmal kann es aber auch vorkommen, dass du dein Leben zwar ändern willst, das Ziel – bzw. der geplante Weg dorthin – für dich aber total unpassend ist.

Wenn du das erkennst, ist alles super – schließlich kannst du dann entsprechend darauf reagieren. Oft sind wir uns dessen aber gar nicht bewusst …

Grund 11: Du handelst entgegen deiner inneren Einstellung

Kennst du Situationen auf deinem Weg, die sich in verschiedenen Ausprägungen und Formen wiederholen? Es will einfach nicht funktionieren und hakt an allen Ecken und Enden.

Dann solltest du noch einmal genau hinschauen – dein Kopf hält es zwar für richtig, deine Gefühle und das Leben sagen dir aber etwas anderes.

Bei mir war es so, als ich damals Neuromarketing zu meinem Thema gemacht hatte. Ab diesem Moment verlief der Weg in meine Selbstständigkeit nicht mehr so, wie ich es eigentlich wollte. Und sogar in mir selbst wehrte sich etwas.

Erst als ich mich mit meinen Werten beschäftigte, ging mir ein Licht auf: Neuromarketing ist ein „sanftes Führen der Kunden durch Emotionen zum Kauf“. Anders eingesetzt kann man damit auch Menschen manipulieren.

Mein Wert „Ehrlichkeit“ widersprach dem zur Gänze und blockierte mich total …

Ein anderer Aspekt dieser Selbst-Bremse ist, dass du etwas Bestimmtes umsetzen oder erreichen möchtest. Der Nutzen des „Behaltens“ für dich aber (innerlich) stärker ist, als das Ergebnis.

Bestes Beispiel ist das Rauchen – bzw. das Aufhören: Du möchtest mit dem Rauchen aufhören, weil du nicht mehr so viel Geld ausgeben, deinen Körper schädigen und stattdessen gesünder leben möchtest. Eigentlich eine klare Sache, oder? Wenn nun aber die Rauchpausen aber deine einzige Entspannung in deinem stressigen Job sind? In deinem Kopf ist der Nutzen des Aufhörens ganz klar. Deine Gefühle und deine Körper werden aber weiterhin nach Zigaretten verlangen, weil das für „sie“ Entspannung bedeutet – ein weitaus größerer Nutzen in deinem stressigen Alltag.

Das klingt jetzt zwar etwas verrückt, aber manchmal bremsen wir uns so auch selbst aus, weil der versteckte Nutzen viel größer – und unbewusst nützlicher – ist als das Ergebnis.

Fazit

Es gibt viele Gründe, warum deine guten Vorsätze, deine Pläne und sogar deine Selbstständigkeit früher oder später scheitern wird. Nur motiviert zu sein, genügt nicht.

Es liegt aber nicht daran, dass du glaubst nicht genug zu wissen oder zu können. Vielmehr sind es zahlreiche Faktoren rund um den Weg zum Ziel und die Umsetzung, die deine Vorhaben und Träume unmöglich machen!

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