Storytelling – warum du auf jeden Fall deine Geschichte erzählen solltest

Weißt du, wie sich Gedächtnis-Super-Hirne beliebig viele Begriffe und Zahlen merken? Eigentlich ist es kinderleicht. Sogar du kannst es mit ein wenig Übung!

Das gleiche solltest du übrigen auch tun, damit du, dein Unternehmen und dein Angebot authentischer, glaubwürdiger und greifbarer werden!

Du kannst es dir vielleicht schon denken, worum es geht.

Richtig. Es geht um Geschichten. Genauer um das Erzählen von Geschichten. Im „Marketing-Sprech“ auch Storytelling genannt.

Es geht aber nicht um irgendwelche Geschichten. Sondern um deine ganz persönliche Geschichte. Deine Geschichte gehört zu dir. Du kannst sie ignorieren. Oder mit Lachen und Tränen erzählen!

Wie du deine Geschichte findest und wirkungsvoll erzählst, erfährst du in diesem Artikel. Und natürlich auch, was es mit Storytelling auf sich hat.

Warum du deine ganz persönliche Geschichte erzählen solltest

Vielleicht fragst du dich jetzt, ob es nicht ausreicht, wenn du über dein Unternehmen und dein Angebot sprichst. Natürlich reicht es aus. Doch so ist es eben „nur“ ein Unternehmen und ein Angebot. Im Grunde seelenlos.

Wenn du aber deine persönliche Geschichte damit verknüpfst, hauchst du deinem Angebot (d)eine Seele ein! Und das ist auch gut so.

Denn in deiner Rolle als Experte kaufen sie eben nicht nur dich, deine Expertise und dein Angebot. Ganz egal ob du nun Dienstleister oder Handwerker bist.

Vielmehr kaufen sie deine Persönlichkeit. Und deine Geschichte. Schließlich hat deine Geschichte dich zu der Person gemacht, die du heute bist.

Wenn du es richtig machst, können sich deine Kunden in deiner Geschichte wiederfinden. Mit deiner Geschichte und somit auch mit dir identifizieren. Daran glauben. Und du selbst wirst greifbar und authentisch!

Das ist aber nicht alles. Es macht dich auch glaubwürdiger! Mit deiner Geschichte und deinen Erfahrungen kannst du deine Expertise unterstreichen.

Und all das zusammen ermöglicht deinen Kunden, Vertrauen zu dir und deinem Angebot – und somit ein Gefühl von Sicherheit – aufzubauen!

Du siehst, es hat zahlreiche Vorteile, wenn du deine Geschichte erzählst.

Wie du nun deine Geschichte findest und erzählst, erfährst du gleich. Zunächst ergründen wie die Frage, warum Geschichten eigentlich so wirkungsvoll sind.

Unser Gehirn liebt Geschichten!

Du glaubst mir nicht? Lies dir einfach mal die folgenden Sätze durch:

  • Der Baum ist so voller reifer, roter Äpfel, dass sich die Äste biegen.
  • Voller Elan braust sie mit ihrem Motorrad durch die Kurven.
  • Ein Krachen, das Reh schreckt hoch und läuft panisch davon.

Was ging dir durch den Kopf, während du die Sätze gelesen hast?

Geschichten auf Autopilot

Vielleicht hatte das Motorrad eine Fehlzündung, die das Reh in Panik versetzte. Eventuell ist auch ein Ast unter der Last der vielen Äpfel abgebrochen und hat das Reh erschreckt. Oder die Motorradfahrerin war viel zu schnell dran. Ließ sich kurz von den reifen Äpfeln ablenken und krachte gegen den Baum. Wodurch das Reh panisch aufsprang.

Womöglich bist du selbst Motorradfahrer*in. Und hast dir vorgestellt, mit deinem Bike durch eine Allee von Obstbäumen zu fahren. Oder du hast in Gedanken einen der Äpfel gepflückt und hineingebissen.

Was auch immer in deinen Gedanken vorging, die Sätze haben in Wirklichkeit nichts miteinander zu tun.

Aber dein Gehirn hat die drei Sätze kombiniert und in einem plausiblen Zusammenhang in Form einer Geschichte geschaffen. Ganz einfach Kopfkino. Um einen logischen wie auch emotionalen Zugang zu den eigentlich abstrakten Sätzen zu bekommen. Und um weiterer Folge diese Informationen besser verarbeiten können.

Geschichten sind wirkungsvoller als Fakten

Es klingt fast unglaublich, aber Geschichten wirken über 20 Mal stärker als reine Fakten. Warum? Unser Gehirn ist laut der Sozialpsychologin Jennifer Aaker nicht dafür ausgelegt, Fakten aufzunehmen und zu speichern. Viel besser kann unser Gehirn Geschichten verstehen und behalten.

Wir lieben Geschichten

Darum begleiten uns Geschichten schon seit Urzeiten. Unsere Vorfahren saßen am Feuer zusammen und lauschten den Erzählungen der Älteren. Auf diese Weise gaben sie ihr Wissen und ihre Erlebnisse weiter. Schließlich war das Internet noch lange nicht erfunden. Und das gesammelte Wissen auf Steintafeln durch die Gegend zu schleppen, wäre auch zu umständlich gewesen.

Heute dienen Geschichten vielmehr der Unterhaltung. Egal ob persönlich erzählt oder als Hörbuch. Ob als geschriebenes Buch oder als Film. Wir versetzen uns in die Geschichte und erleben sie mit. Mit allem was dazugehört. Wenn die Protagonisten leiden, leiden wir auch. Wenn sie sich freuen, freuen wir uns auch.

Natürlich haben auch findige Marketing-Profis, schlaue Trainer*innen sowie wortgewandte Rhetorikprofis, Speaker und Politiker die Wirkung von Geschichten für sich entdeckt. Storytelling, Metaphern und Analogien gehören schon seit langer Zeit zum guten Ton!

Was aber sollst du nun erzählen?

Keine Sorge, du musst jetzt keinen Seelen-Striptease hinlegen und dein Innerstes erzählen. Es sollten aber auch keine Banalitäten etwa aus deiner Kindergartenzeit sein.

Mein Tipp, betrachte in einer ruhigen Minute dein Leben und fokussiere dich auf eine der drei „Lebensbereiche„:

  • Deine Aus- und Weiterbildungen sowie berufliche Tätigkeit(en): Was hast du gelernt? Welche Fähigkeiten hast du erworben?
  • Entscheidungen und Situationen in deinem Leben, die dich maßgeblich prägten – ganz egal ob positiv oder negativ. Oder auf den Weg zu deinem jetzigen Ich brachten – so wie die Weichen bei einem Zug.
  • Deine persönlichen Erfahrungen und deine (Weiter-)Entwicklung rund um dein Kern-Thema.

Zusätzlich solltest du auch immer wieder darüber sprechen, warum du genau das machst, was du eben machst. Also dein Warum. Und was du mit deiner Tätigkeit bewirken möchtest, also deine Vision.

Nicht zu vergessen deine Werte und deine Meinung. Schließlich tauchten diese nicht einfach so in dir auf. Vielmehr sind sie auf bestimmte Situationen und Erfahrungen zurückzuführen. Auch darüber kannst – und solltest – du sprechen.

Das WAS hätten wir schon mal geklärt. Jetzt stellt sich nur noch die Frage nach dem WIE …

So erzählst du deine Geschichte

Wenn du deine Geschichte erzählst, spiele mit den Emotionen wie auf einem Klavier! Lache. Weine. Flüstere. Oder schreie laut vor Wut. Erst das macht deine Geschichte so richtig lebendig!

Für dein Aufbau deiner Geschichte gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Bewährt hat sich die Heldenreise (nach Campbell). Viele höchst erfolgreiche Filme und Bücher sind nach genau diesem Schema aufgebaut. Egal ob Star Wars, Harry Potter oder die Mythologie der Antike.

Die Heldenreise

Der Held der Geschichte (= Kunde) hat ein Problem und macht sich auf die Reise. Um eine Lösung für dieses Problem zu finden. Auf seiner Reise erlebt er viele kleine Erfolge. Aber auch Rückschritte. Er begegnet einem Mentor (= DU), der einen Plan zur Lösung des Problems hat. Fortan gehen sie den Weg gemeinsam und der Mentor unterstützt den Helden. Bis sie schlussendlich erfolgreich „am Ziel“ ankommen und das Problem lösen.

Das ist die Kurzfassung, mit der du schon super arbeiten kannst! Die eigentliche Heldenreise ist noch um einiges umfangreicher.

10 Storytelling-Tipps

Damit du deine Geschichte so erfolgreich und lebhaft wie möglich erzählen kannst, gebe ich dir folgende Tipps mit auf deinen Weg.

  • Erzähle die Geschichte in der Sprache (Wording) deiner Zielkunden.
  • Verzichte auf kompliziere Wörter und spezielle Abkürzungen.
  • Stell dir vor, du würdest deine Geschichte einem guten Freund erzählen.
  • Erzeuge Spannung aus abwechselnden Gegensätzen (emotionale Höhen und Tiefen – Erfolge und Rückschläge).
  • Bestimme einen Highlight-Moment und steigere die Spannung bis zu diesem Moment.
  • Menschen sind nicht nur gut oder böse. So ist auch der Held nicht immer heldenhaft.
  • Erzähle von deinen prägendsten Momenten.
  • Zeige deine Gefühle und deine Verletzlichkeit.
  • Erzähle deine eigene Heldenreise mit Höhen und Tiefen und wie du dein Ziel erreicht hast.
  • Sprich so viele Sinne wie möglich in deiner Geschichte an: sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen.

Fazit: Die Moral von der Geschichte

Nicht nur wir, sondern auch unser Gehirn liebt Geschichten. Denn diese kann sich unser Gehirn viel besser merken, als reine Fakten. Darum bilden Gedächtnis-Super-Hirne auch eine Geschichte mit den Begriffen oder Zahlen, die sie sich merken wollen.

Darum solltest du nicht nur Fakten und Argumente raushauen, sondern auch deine ganz persönliche Geschichte erzählen. Mit allen Höhen und Tiefen, die dazugehören.

Mit deiner Geschichte kannst du deine Persönlichkeit und Erfahrung zeigen und deine Expertise unterstreichen.

Aber auch Wissen kannst du mit Geschichten (Metaphern und Analogien) einfach und verständlich weitergeben.

Jetzt bist du dran, erzähle deine Geschichte – liebe Grüße

dein Thomas

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Damit deine Botschaft und Kommunikationsinhalte genau bei deinen Zielkunden ankommen.

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