Vision - Thomas Sommer - schlaues Marketing

Wie deine Vision dein Business beflügelt

Wer Visionen hat, der soll zum Arzt gehen!“ Diese Worte des deutschen Alt-Bundeskanzlers Helmut Schmidt sind mittlerweile in die Geschichte eingegangen. Und sie sind falsch. Denn es sind gerade deine Visionen, die dein Business großartig machen! Ich zeige dir, was deine Vision ausmacht, wie du sie finden kannst und wie du in 5 Schritten deine Vision ganz einfach umsetzen kannst.

Nervende Kinder

Als meine kleine Nichte die große Welt entdeckte, gab’ es für sie meist nur eine Frage: WARUM? Und nicht nur einmal. Jede Antwort wurde immer wieder hinterfragt. Für uns Erwachsene mag dies oft nervig erscheinen. Doch im Grunde haben wir es einfach nur verlernt, Dinge zu hinterfragen! Meist nehmen wir Sachverhalte einfach so hin oder begnügen uns mit der ersten Antwort.

Stay hungry

Bleibt hungrig – diesen Rat gab Steve Jobs Absolventen der Stanford-Universität bei seiner bewegenden Rede im Rahmen einer Abschlussfeier. (Schau dir doch mal die Videoaufnahme der Rede an) Und genau das ist es, was du sein solltest: hungrig! Begnüge dich nicht mit der ersten Antwort oder Begründung. Hinterfrage! Denn nur wenn du hinterfragst, wirst du die tieferen Gründe erfahren.

Wer kann, der kann

Bei der Wahl des Berufes, der Gründung eines Unternehmens oder der Definition des eigenen Alleinstellungsmerkmales konzentrieren wir uns hauptsächlich auf die eigenen Fähigkeiten, Stärken und Ressourcen. Wir begnügen uns damit, wir hinterfragen uns nicht. Doch das reicht nicht, DU brauchst vor allem DEIN WARUM!

Brauche ich einen Grund?

Ich koche gerne. Sofern ich Zeit dafür finde. Dabei würde ich mich aber nicht als Profi-Koch bezeichnen (= Fähigkeit), meine Stärken liegen eher im Bereich der Hausmannskost. Und oft beschränken sich die Gerichte auf das, was Kühlschrank und Küche hergeben (Ressourcen).

Soweit zu dem, was ist.

Aber was ist mit dem warum? Warum koche ich eigentlich? Weil mich ein Gericht an einen ganz bestimmten Moment erinnert. Weil ich bei gutem Essen mit Freunden den Alltag vergessen kann. Oder weil ich jemanden mit einem sinnlichen Menü verführen will. Ich kochen also nicht nur, weil ich hungrig bin – kochen ist viel mehr als nur das Mittel zum Zweck.

Hinterfragst du dich?

Ich glaube, du könntest mir auch kurz nach Mitternacht einfach so erklären, WAS du machst. Und WIE du es machst. Doch kannst du die Frage nach dem WARUM deiner Tätigkeit, den Grund dahinter bzw. tieferen Sinn auch so schnell beantworten?

Ein kleiner Tipp von mir: Nur weil du Geld verdienen willst, gilt nicht, wenn du wirklich erfolgreich werden willst. Hinterfrage also dein Tun. Denn dein WARUM, deine VISION, ist ein wahrer Erfolgsbooster! Dazu später mehr.

Vision als Grundstein

Um noch einmal auf Helmut Schmidt zurückzukommen: eine Vision zu haben, ist nichts Schlimmes! Vielmehr zeigt deine Vision, wo deine Reise hinführt. Also dein großes Ziel in der Zukunft. Und deine Vision erklärt, was hinter deiner Tätigkeit steht. Das Warum – den Sinn deines Tuns – und deine Werte.

Wertvolle Werte

Damit deine Vision auch authentisch ist, sollten deine Werte und grundlegenden Überzeugungen die Basis deiner Vision sein. Zu Beispiel wenn du von einem großartigen Technologie-Unternehmen träumst, das mit ihren Produkten das Leben der Menschen maßgeblich erleichtert. Lebst du nach Werten wie Neugier und Innovationsdenken, wird auch deine Vision davon und danach leben. Und der Erfolg kommt (fast) wie von selbst.

I have a dream

Wie ich schon in meinem letzten Bericht zum Thema warum Ideen scheitern angemerkt habe, darf deine Vision ruhig nach einem Traum klingen! Und groß sein: Think big – denke groß – und träume groß! Das hat nichts mit Größenwahn zu tun, aber warum solltest du dich mit dem Mittelmaß zufriedengeben?

Ganz nach Martin Luther King: I have a dream … (Ich habe einen Traum …)

Und solltest du noch keine Ahnung haben, wie du zu deiner Vision kommst, zeige ich dir in diesem Bericht auch noch meine Lieblingsmethode.

Was heißt hier „höherer Sinn“?

Eine Vision zu haben klingt für dich nach Spiritualität und Esotherik? Ist es aber nicht! Denn was hat Apple damals von IBM und Microsoft unterschieden? IBM und Microsoft wollten Technologieführer sein. Apple wollte das auch, hatte aber auch eine große Vision: Innovative Ideen zu entwickeln und großartige Produkte herzustellen, die von jedem ganz einfach zu bedienen sind – verpackt in einem stylischen Design.

Ein höherer Sinn kann also auch etwas „banales“ sein, wie eine innovative Lösung zu bieten, ein bestimmtes Bedürfnis optimal zu befriedigen oder das Leben deiner Kunden in der einen oder anderen Weise zu verbessern.

Tieferer Sinn? Ja! Visionär und groß? Ja! Spirituell und esoterische abgehoben? Nein! Visionen kann jeder haben. Soll jeder haben. Muss jeder haben. Auch du als Selbstständiger oder kleiner Unternehmer!

Extrawissen: Mission possible

Deine Vision ist also dein großes Zukunftsziel, der Idealzustand den mit ganzem Herzen erreichen möchtest. Aber wie können wir deine Vision verwirklichen? Mit deiner MISSION!

Denn während die Vision deinen Traum verfolgt und dich motiviert, beschreibt deine Mission ganz klar den Auftrag und Zweck deines Unternehmens. Um die Vision zu verwirklichen.

Mission – Vision – hääää?

Zugegeben, die beiden Begriffe können schon etwas verwirrend sein …

Gehen wir ein wenig zurück in die Vergangenheit:

Am 25. Mai 1961 verblüffte der amerikanische Präsident John F. Kennedy die Nation: Innerhalb der nächsten zehn Jahr wird ein US-Amerikaner den Mond betreten. Und wieder auf die Erde zurückkehren. Die USA werden eine klare Führungsrolle im Weltraum einnehmen. Eine großartige Vision, oder? Viele haben ihn damals belächelt und es als Traum abgetan. Aber erinnere dich: think big!

Mit dieser emotionalen Vision motivierte John F. Kennedy die Amerikaner immer wieder für das gemeinsame Ziel: den Wettlauf zum Mond. Unsummen an Dollar wurden investiert. Innovative Ideen wurden entwickelt. Manche führten zu erfolgreichen Ergebnissen. Andere scheiterten. Doch Mitarbeiter und Bevölkerung standen durch die Vision hinter dem Projekt.

Die Mission für John F. Kennedy und die NASA war hingegen weit weniger emotional, mehr faktenorientiert. Sie beinhaltete konkrete Auftragsdefinitionen und klare Ziele in Bezug auf Raketentechnologie und Leitsysteme.

Natürlich kann – und muss – eine gute Mission auch positive Gefühle auslösen und motivieren, wird aber nie die unglaubliche Wirkung einer großen Vision haben. Somit sollte die Basis einer jeden Mission eine entsprechende Vision sein.

Deine nächsten Schritte

Mit Vision und Mission bist du schon große Schritte auf dem richtigen Weg gegangen. Doch beide alleine reichen nicht aus! Es stehen noch wichtige Schritte zum erfolgreichen Business vor dir.

Extrawissen: Alles eine Frage der Strategie

Deine Strategie ist dein konkreter Fahrplan. Sie gibt den Weg vor, wie du deine Mission erfüllen wirst, inklusive der notwendigen Maßnahmen. Sie gibt aber auch vor, war zur Umsetzung notwendig ist (Ressourcen).

Jedoch solltest du aus deiner Strategie kein Manifest machen und dich stur darauf fixieren. Denn dadurch nimmst du dir deine Flexibilität, auf aktuelle Gegebenheiten zu reagieren. Sieh’ deine Strategie vielmehr als Handlungsspielraum, in dem du dich auf dem Weg zu deiner Vision frei bewegen kannst.

Mehr zum Thema Strategie-Entwicklung gibt’s in einem späteren Bericht. Versprochen.

Ziele – kleine Schritte zur Vision

Deine Vision mag dir mitunter riesengroß erscheinen. Fast schon unerreichbar.

Wie bewältigen wir eine so große Aufgabe? Ganz einfach! Indem wie sie in viele kleine Teilaufgaben zerlegen. In diesem Fall teilen wir unsere Strategie in kurz-, mittel- und langfristige Ziele auf.

Ziele sind messbare Meilensteine, an denen du deine großen und kleinen Erfolge erkennen und messen kannst. Sandra Holze hat einen inspirierenden Bericht dazu geschrieben, wie du deine Sandra Holze: Ziele richtig setzen setzt.

Ich habe dir noch was versprochen: Wie deine Vision als Erfolgsbooster für dein Unternehmen wirkt!

Business-Erfolgsbooster Vision

Eine starke Vision wirkt nicht nur in Richtung deiner Zukunft. Vielmehr kannst du mit deiner Vision ein Feuer in dir entfachen, das dein Business so richtig antreiben wird.

Motivation

Das Beispiel von John F. Kennedy zeigt, wie wirkungsvoll du mit einer starken Vision dich und deine Mitarbeiter motivieren kannst.

Erinnerst du dich noch an die Stelle mit dem Kochen? Mit deiner Vision machst du mehr aus deinem Business. Ganz egal ob du handwerklich tätig bist, immaterielle Produkte herstellst oder Dienstleistungen anbietest. Ohne Vision führst du diese Tätigkeit früher oder später nur mehr zum Zweck der Tätigkeit selbst aus. Mit der Folge, dass sie dich nicht mehr erfüllt und motiviert – du verlierst deinen inneren Antrieb. Deine Vision ist genau dieser innere Antrieb!

Begeisterung

Lebe und zeige das Feuer, das in dir lodert, um deine Mitmenschen mit deiner Idee anzustecken und sie zu begeistern.

Glaubwürdigkeit und Authentizität

Wenn du deine Vision lebst, kannst du deine Mitmenschen aber nicht nur begeistern. Da du selbst diese Begeisterung durch deine Vision ausstrahlst, wirkst du authentisch. Und du kannst deine Kunden mit voller Glaubwürdigkeit von dir und deinem Angebot überzeugen.

Unterscheidungsmerkmal

Leistungsdaten können kopiert werden, dein Feuer, deine Begeisterung nicht. Je stärker du deine Vision im daily-business kommunizierst und lebst, desto einzigartiger wirkst du auf deine Kunden. Du verkaufst nicht nur ein beliebiges Produkt – du verkaufst eine Lösung und deine individuelle Persönlichkeit.

Wie du deine Vision findest

Im Internet und der Fachliteratur gibt es zahlreiche Beschreibungen, wie du deine Vision findest. Ich möchte dir an dieser Stelle ganz kurz meine Lieblings-Methode zeigen. Ganz egal ob du deine Traum-Business-Vision entwickeln oder deine persönliche Lebensvision entdecken willst.

Wichtig ist dabei aber nur eines: Visualisiere nicht nur die Handlungen und Gefühle, die du in deiner Vision erlebst. Denn dadurch ist es für dein Gehirn so, als hättest du diesen Zielzustand schon erreicht. Warum solltest du dich also noch anstrengen, um dorthin zu gelangen? Sei dir daher bewusst, dass es viele Schrittes sind, um zu deiner Vision zu gelangen. Hinterfrage immer wieder diese kleinen und großen Wegpunkte.

Topstory – dein Lebensbericht

Wie wäre es, wenn du es geschafft hättest und jeden Tag deine Vision leben würdest? Wenn sich alles so entwickelt hätte, wie du es die erträumst? Und was wäre, wenn nun ein Reporter eines großen Magazins kommen würde? Was würdest du auf seine Fragen antworten?

Hier ein paar Fragen, die der Reporter dir stellen könnte:

  • Woran hast du die letzten Jahre gearbeitet? Alleine oder im Team?
  • Womit verbringst du deine Freizeit und mit wem?
  • Wie sieht deine Familie aus?
  • Was hat dich jeden Tag motiviert, in der Früh aufzustehen?
  • Was willst du erreichen? Warum willst du es erreichen?
  • Welche Hürden musstest du meistern?
  • Welche Entscheidungen waren für dich die schwersten? Warum?
  • Welche Werte haben dein Leben, deine Tätigkeit, deine Entscheidungen beeinflusst?
  • Welche Erinnerungen sind dir besonders wichtig?
  • Worauf bist du besonders stolz?
  • Welche Stolpersteine haben sich im Nachhinein als schicksalhafte Wegweiser dargestellt?
  • Was liebst du an deiner Tätigkeit? An deinem Leben?

Du kannst dir natürlich vor der Übung noch weitere Fragen aufschreiben und diese dann beantworten. Viel Spaß bei dabei!

In 5 Schritten ist deine Vision ganz leicht leben

Die nächsten fünf Schritte sollen es dir erleichtern, deine Vision zu leben.

Schritt 1: Erlebe deine Vision – stell dir vor, deine Vision ist bereits Wirklichkeit. Welche Auswirkung hätte deine Vision das auf dich und dein Umfeld? Du kannst diesen Schritt auf mit der Top-Story-Übung kombinieren. Merkst du, wie sich Motivation in dir regt und das Feuer mehr und mehr lodert?

Schritt 2: Mit deiner Strategie planst du deinen Weg zur Vision – in welche Richtung musst du gehen? Was brauchst du, um diesen Weg zu gehen? Was hast du? Was fehlt dir noch?

Schritt 3: Setze dir große und kleine Ziele – mit jeder Zielerreichung bist du deiner Vision wieder einen Schritt näher und deine Erfolge motivieren dich zum weitergehen. Durch die vielen Zwischenstationen ist deine Vision gar nicht mehr so unerreichbar.

Schritt 4: Visualisierung – führe dir immer wieder deine Vision vor Augen. Somit verhinderst du, dass du von deinem Weg abkommst oder dich in unwichtigen Details verzettelst. Zudem kannst du dich so auch motivieren, wenn es mal nicht so rund läuft.

Schritt 5: Halte dich nicht zu lange mit der Planung auf, sondern leg einfach loszieh dein Ding durch!

FAZIT

Hinterfrage dein Tun – warum tust du das, was du tust? Mit deiner Vision kannst du dein Business beflügeln und auf eine ganz neue Ebene bringen. Auch wenn sie dir groß und unerreichbar erscheint, geh’ deinen Weg, erreiche deine Ziele und lebe deine Vision!

Jetzt bist du an der Reihe – hast du dein WARUM schon gefunden oder kann ich dir dabei helfen?

Liebe Grüße,

Dein Thomas

Kommentare

  • Hm… Ist ja alles schön und gut. 😉 aber was tut man, wenn die eigene Vision im allgemeinen Gequatsche – das ja sozusagen ein Grundrauschen auf inzwischern sehr hohem Niveau ist – schlicht und einfach untergeht? Noch mehr labern als die anderen?

    • Hallo Raphael,
      ich verstehe deine Gedanken – wie die Vision kommunizieren, damit diese nicht untergeht. Du bist dabei schon einen Schritt weiter 🙂 In Bezug auf diesen Bericht sehe ich die Vision zuerst einmal als Kompass für das eigene Handeln … also die Vision als Ausdruck des eigenen WARUMs, des höheren SINN.
      Auf deine Frage: Mehr und lauter „labern“ ist meiner Meinung nach nur kurzfristig erfolgreich. Viel mehr sollten wir gezielter und klarer kommunizieren, also die Botschaft in Bezug auf Kanäle, Wording, … auf die Zielgruppe ausrichten.

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